St. Peter und Paul zu Tiefthal

Der Tiefthaler Altar

Der Tiefthaler AltarIm östlichen Teil des Kirchenschiffes steht noch heute, zwei Treppenstufen erhöht, ein Altar, welcher vermutlich aus der Zeit der Gotik stammt. Er hat schon in der Vorgängerkirche seinen Platz gehabt, da er einst als Altaraufsatz ein aus dem Jahre 1410 stammendes Flügelbild trug. Von diesem einst dreiflügeligen Bild (Fichtenholz mit Leinwandkaschierung) ist heute nur noch das mittlere mit einem Kreuzigungsmotiv erhalten. Das erst vor kurzem frisch restaurierte Altarbild von einem unbekannten Erfurter Meister zeigt in der Mitte ein Kruzifix zwischen Maria und Johannes sowie von links die Apostel, Judas Thaddäus und Jakobus d.J. sowie die Heilige Barbara und Katharina. Es befindet sich allerdings nicht mehr in der Kirche, sondern ist seit 1924 als Dauerleihgabe im Erfurter Angermuseum ausgestellt. Dort befindet sich auch ein Fragment des rechten Altar-Seitenflügels mit dem Bildnis des Hl. Laurentius und vermutlich des Philippus. Seit 5. Juni 2012 befindet sich vom Altarbild ein Fotodruck in Originalgröße in unserer Kirche.

Der Altar

Der Altar

Der Hochaltar, der nach der Mode der Zeit als Kanzelaltar 1737 durch den Bildhauer Andreas Bessert aus Groß-Rettbach im Auftrag Kirch- und Schulinspektors Johann Heinrich Hahn errichtet wurde, hat einen Aufbau mit Blumen- und Traubengehängen. In den Ohren der Engel befinden sich Akanthus und Bandel­werk, seitlich der Kanzel zwei Gehänge von Trauben und Rosen (in Tiefthal wuchs bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der beste Wein im Erfurter Gebiet, die Rosenzucht wird heute durch einen örtlichen Gartenbau­betrieb erfolgreich betrieben). Kanzeltreppe und Sakristei wurden bei Renovierungs­arbeiten Mitte der 80er Jahre entfernt.

Der Messkelch aus dem 15. Jhd.

Der Messkelch aus dem 15. Jhd.

Das älteste Stück der Kirche – noch aus der Zeit vor dem Bau – ist der Abendmahlskelch aus der 1. Hälfte des 15 Jahrhunderts, der auch heute immer noch beim Abendmahl in der evangelischen Kirchengemeinde benutzt wird. Er wurde von dem Ehepaar Hermann und Katharina Huttener gestiftet und trägt den Namen sowie das Wappen der Stifter. Zum Messkelch gehört eine Patene (Hostienteller) – ebenfalls aus vergoldetem Silber -, die aus der glei­chen Zeit stammt.

Über 400 Jahre alt ist auch der Taufstein, er stammt aus dem Jahre 1618. Die beiden sechsarmigen Bronzeleuchter datieren hingegen aus dem 17. Jahrhundert haben noch ihre originale Aufhängung an Stricken mit Ster­nen und Kugeln. Leider sind die Doppeladler beschädigt und weiterer Zierrat verloren.

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